Ich überwache die Webseiten meiner Kunden rund um die Uhr, damit niemand erst durch einen Anruf erfährt, dass seine Seite nicht erreichbar ist. Diese Anleitung zeigt dir, wie das Uptime Monitoring funktioniert... ohne Technikwissen. Du sollst den Status jederzeit selbst einsehen können, verstehen, was die Anzeigen bedeuten, und wissen, was bei einer Störung passiert. Meistens ist ein Problem behoben, bevor du überhaupt davon erfährst. Genau dafür habe ich die Überwachung eingerichtet und dir diese Anleitung geschrieben. Und wenn du etwas lieber abgibst, bin ich trotzdem da. Support bekommst du bei mir, weil du ihn willst, nicht weil du ihn brauchst.
1. Was überwacht wird
Ein Prüfsystem ruft deine Webseite jede Minute von aussen auf, so wie es ein Besucher tun würde. Dabei wird gemessen:
Fehler: Liefert der Server eine Fehlermeldung statt der Seite?
Die Prüfung läuft automatisch, Tag und Nacht, auch an Wochenenden und Feiertagen. Ein Ausfall fällt dadurch innerhalb weniger Minuten auf.
2. Wo du den Status siehst
In deinem persönlichen Dashboard findest du den Bereich Uptime Monitor. Dort siehst du (nach einem Klick auf den Link) auf einen Blick, ob deine Seite gerade erreichbar ist und wie zuverlässig sie in den letzten Wochen war.
Du musst dich dafür nirgends einloggen und nichts installieren. Dashboard öffnen genügt.
Der Uptime-Monitor in deinem Dashboard
Die Statusseite des Uptime-Monitors
3. Die Anzeigen verstehen
Grün, betriebsbereit: (Operational) Alles läuft. Das ist der Normalzustand.
Gelb, verlangsamt: (Degraded performance) Die Seite antwortet, aber langsamer als üblich.
Orange, teilweise gestört: (Partial outage) Die Seite ist zeitweise oder teilweise nicht erreichbar.
Rot, Störung: (Major outage) Die Seite ist nicht erreichbar.
Blau, Wartung: (Under maintenance) Eine geplante Wartung läuft. Das ist kein Grund zur Sorge.
Dazu siehst du einen Verlauf der letzten Tage als Balken, einen pro Tag. Durchgehend grüne Balken heissen: keine Ausfälle. Zeigst du mit der Maus auf einen Balken oder tippst ihn an, siehst du die Details zu diesem Tag.
Zur Einordnung: 99.9 Prozent Verfügbarkeit im Monat bedeutet rund 43 Minuten Ausfall. Kurze Unterbrechungen von wenigen Minuten sind im Internet normal und für deine Besucher meist unbemerkt.
Der Verfügbarkeitsverlauf
4. Wie du informiert wirst
Du musst nichts einrichten. Bei jeder Störung werde ich automatisch benachrichtigt und kümmere mich darum. Dauert ein Ausfall länger, melde ich mich bei dir und sage dir, was los ist und wie lange es voraussichtlich dauert.
Auf deinen Wunsch hin richte ich dir auch gerne E-Mail-Benachrichtigungen ein. Dann bekommst du bei einem Ausfall innerhalb weniger Minuten selbst eine E-Mail.
Willst du zwischendurch selbst nachsehen, genügt ein Blick in dein Dashboard.
5. Was bei einer Störung passiert
Das System erkennt den Ausfall und meldet ihn mir automatisch.
Ich prüfe die Ursache. Häufig liegt sie nicht bei deiner Seite, sondern beim Hosting-Anbieter oder bei der Domain.
Was ich selbst beheben kann, behebe ich. Andernfalls kläre ich es mit dem Anbieter.
Bei längeren Ausfällen melde ich mich bei dir und halte dich auf dem Laufenden.
Du musst also nichts tun, wenn du eine rote Anzeige siehst. Ein kurzer Hinweis von dir schadet aber nie, falls du zuerst da bist.
6. Was du selbst prüfen kannst
Zeigt das Monitoring grün, aber deine Seite lädt bei dir trotzdem nicht, liegt die Ursache fast immer näher als gedacht. Drei schnelle Prüfungen:
Ohne Zwischenspeicher neu laden. Auf dem Mac in Chrome und Firefox mit Cmd + Shift + R, in Safari mit Cmd + Option + R, unter Windows mit Ctrl + F5.
Netz wechseln. Öffne die Seite am Handy über Mobilfunk statt WLAN. Geht das, liegt es an deinem Netzwerk, nicht an der Seite.
Gerät wechseln. Funktioniert es auf einem anderen Gerät, ist die Ursache beim ersten Gerät zu suchen.
Bleibt die Seite auch nach diesen Schritten unerreichbar, schreib mir. Dann schaue ich es mir an.
7. Was das Monitoring nicht abdeckt
Damit du weisst, worauf du dich verlassen kannst und worauf nicht:
Es erkennt keine inhaltlichen Fehler. Ein Tippfehler oder ein falscher Preis bleibt unbemerkt.
Es prüft nicht, ob dein Kontaktformular Mails tatsächlich zustellt. Teste das Formular darum etwa zweimal im Jahr selbst.
Es ersetzt keine Sicherung deiner Seite.
Es beobachtet keine Suchmaschinen-Rankings.
8. Wenn du Hilfe brauchst
Schreib mir einfach. Beim Thema Erreichbarkeit lieber einmal zu viel fragen als zu lange warten.
Am einfachsten erreichst du mich per WhatsApp für kurze Fragen und per E-Mail für alles, was etwas mehr Erklärung braucht.
Du möchtest selbst noch tiefer einsteigen? Die offizielle Dokumentation des eingesetzten Dienstes findest du unter instatus.com/help. Sie ist auf Englisch und richtet sich an Betreiber, nicht an Leser einer Statusseite.
9. Häufige Fragen
Meine Seite war kurz rot, jetzt ist sie wieder grün. Muss ich etwas tun?
Nein. Kurze Unterbrechungen kommen vor. Häufen sie sich, schaue ich mir die Ursache an.
Bei mir lädt die Seite nicht, das Monitoring zeigt aber grün.
Dann liegt es sehr wahrscheinlich an deinem Gerät oder Netzwerk. Lade die Seite ohne Zwischenspeicher neu: auf dem Mac in Chrome und Firefox mit Cmd + Shift + R, in Safari mit Cmd + Option + R, unter Windows mit Ctrl + F5. Oder probiere ein anderes Netz, zum Beispiel Mobilfunk statt WLAN.
Wie oft wird geprüft?
Jede Minute, rund um die Uhr. Für den Alltag heisst das: Ein Ausfall fällt innerhalb weniger Minuten auf.
Die Anzeige ist blau. Ist etwas kaputt?
Nein. Blau bedeutet eine geplante Wartung. Die Seite kann in dieser Zeit kurz nicht erreichbar sein, das ist so vorgesehen.
Wird auch mein E-Mail-Verkehr überwacht?
Nein. Überwacht wird ausschliesslich die Erreichbarkeit deiner Webseite. Wenn deine Mails nicht ankommen oder sich etwas komisch anfühlt, melde dich direkt bei mir.
Was passiert bei einer Störung am Wochenende oder in der Nacht?
Die Überwachung läuft rund um die Uhr, und ich werde bei jeder Störung automatisch informiert, egal wann. Bei längeren Ausfällen melde ich mich bei dir, sobald klar ist, was los ist.
Mir ist Datensparsamkeit wichtig, darum setze ich normalerweise keine optionalen Cookies. Nur YouTube und der Google-Kalender brauchen welche, um zu funktionieren. Deine Wahl gilt nur dafür.